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Die schönsten Wanderwege auf dem Alpe-Adria-Trail

Der Alpe-Adria-Trail bietet zahlreiche Highlights, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Hier finden Sie die besten Wanderrouten für Ihre nächste Tour.

Es gibt unzählige Wanderwege in Österreich. Wer hier seinen Wanderurlaub verbringt, hat also die Qual der Wahl. Wir haben ein paar der Highlights entlang des Alpe-Adria-Trails für Sie zusammengestellt, um Ihnen eine Übersicht zu verschaffen.

Nockberge © Kärnten Werbung, Franz Gerdl

Nockberge © Kärnten Werbung, Franz Gerdl

Jede der insgesamt 43 Etappen ist etwa 20 km lang und erfordert im Durchschnitt sechs Stunden Gehzeit. Natürlich können Sie auch nur Teile der Strecken bewandern und jederzeit umkehren. Die Wanderwege sind in beide Richtungen beschildert, damit Sie wieder zurück an Ihren Ausgangspunkt finden. Alternativ gibt es die Möglichkeit, in einem der Kärntner Wanderhotels zu übernachten und am nächsten Morgen mit dem praktischen Shuttleservice weiterzufahren.

Wandertouren-Highlights für Anfänger

Diese Highlights eignen sich ganz speziell für Anfänger und Genusswanderer. Die meisten Wanderwege entlang des Alpe-Adria-Trails verlaufen im nicht alpinen Bereich und werden bestens gewartet – ideale Voraussetzungen für alle, die es lieber ein wenig gemütlicher angehen möchten. Einfach entspannen, den Kopf freibekommen und die wunderschöne Naturlandschaft genießen. Alle Wanderwege haben die Schwierigkeitsstufe „leicht“.

Wanderweg Etappe 2: Heiligenblut – Döllach (ca. 4:30 h)

Dieser Wanderweg beginnt in dem wunderschönen kleinen Goldgräberdorf Heiligenblut, dessen Wallfahrtskirche St. Vinzenz die berühmte Grabstätte des legendären Feldherrn Briccius ist. Die mysteriöse Geschichte über das Fläschchen mit seinem „heiligen Blut“ und der Bergsteigerfriedhof machen die Wandertour gleich zu Beginn spannend. Von Heiligenblut geht es Richtung Westen an der Goldberggruppe entlang, wo früher die Römer das wertvolle Edelmetall aus den Bächen gewaschen haben. Hobby-Goldgräber können nach einem kurzen Umweg ihr Glück in der „alten Goldwaschanlage“ versuchen.

Ein besonderes Highlight auf diesem Wanderweg ist das Bergbauerndorf Apriach mit den Apriacher Stockmühlen. Die Mühlen sind das Symbol für bergbäuerliche Kultur im Nationalpark Hohe Tauern und stehen für die jahrhundertealte Tradition des Getreideanbaus in alpiner Lage. Am Ende des Wanderwegs erreichen Sie Döllach, den Sitz der Nationalparkverwaltung. Hier empfiehlt es sich, ein Steak vom Mölltaler Rind im Döllacher Dorfwirtshaus zu genießen.

Wanderweg Etappe 4: Marterle – Stall (ca. 4:30 h)

Der Wanderweg startet auf 1.861 m Seehöhe bei der Wallfahrtskirche Marterle, der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Österreichs, und folgt dem Pilgerweg der traditionellen „Jakobus-Wallfahrt“. Auf dieser Wandertour geht es überwiegend bergab über blühende Almwiesen und durch märchenhafte Wälder nach Stall im Mölltal. Oberhalb der Kirche in Stall befindet sich ein herrlicher Aussichtsplatz, an dem Sie unbedingt haltmachen sollten.

Wanderweg Etappe 7: Mallnitz – Obervellach (ca. 6:00 h)

Das Seebachtal ist eines der schönsten Hochgebirgstäler in Kärnten und Ausgangspunkt für diese Wandertour. Hier beeindruckt der atemberaubende Stappitzer See, der sich glatt wie ein Spiegel zwischen den Berggipfeln erstreckt. Auf dem Wanderweg Mallnitz – Obervellach wandern Sie zudem durch zwei spektakuläre Schluchten: die Rabisch- und die Groppensteinschlucht. Vor allem die Groppensteinschlucht mit dem Zechnerfall am oberen Ende und dem tosenden Groppensteinfall ist ein wunderbares Naturjuwel, das man gesehen haben muss.

Den Endpunkt des Wanderwegs bildet die Marktgemeinde Obervellach, das ehemalige Zentrum des Goldbergbaus in den Hohen Tauern. Der Hauptplatz mit den schönen Gebäuden aus der Bergbauzeit und die Pfarrkirche St. Martin sind kulturelle Attraktionen, zu denen sich ein Abstecher auf Ihrer Wandertour lohnt.

Wanderweg Etappe 10: Hühnersberg – Gmünd (4:30 h)

Die Etappe 10 starten Sie am Hühnersberg beim Gasthof Kolmwirt. Weiter führt Sie der Wanderweg die „Alte Römerstraße“ entlang und an der Kirche St. Lucia vorbei, deren Quelle Sagen zufolge bei Augenkrankheiten helfen soll. Anschließend überqueren Sie die Rachenbachbrücke, ein Werk aus der römischen Ära. Das Ziel der Wandertour liegt in der mittelalterlichen Künstlerstadt Gmünd. Hier gibt es besonders für Kunst- und Kulturinteressierte sehr viel zu sehen: Galerien, Ateliers, Ausstellungen und Museen an jeder Ecke machen die Stadt bunt und lebendig.

Die schönsten Wandertouren für Fortgeschrittene

Der Alpe-Adria-Trail ist zwar auf Genusswandern ausgelegt, erfordert aber trotzdem oft ein gewisses Level an körperlicher Fitness. Die folgenden Highlights des Alpe-Adria-Trails sind mit der Schwierigkeitsstufe „mittel“ gekennzeichnet und eignen sich für Erwachsene in guter körperlicher Verfassung.

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe © Franz Gerdl

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe © Franz Gerdl

Wanderweg Etappe 1: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (ca. 5:30 h)

Einen der atemberaubendsten Ausblicke des Alpe-Adria-Trails erlebt man gleich zu Beginn dieser Wandertour auf 2.396 m Seehöhe. Der mächtige Großglockner, Österreichs höchster Berg, erhebt sich direkt vor einem. Man wandert am Fuße des gigantischen Bergs entlang durch das ewige Eis der Pasterze und weiter zum Sandersee. Den Seeabfluss überquert man auf einer luftigen Hängebrücke – hier sollte man einigermaßen schwindelfrei sein. Der Wanderweg führt Sie dann am Leiterfall, einem eindrucksvollen Wasserfall am Eingang des Leitertals, vorbei. Am Ende der Wanderroute kommen Sie zur Wallfahrtskirche in Heiligenblut, die eine interessante Geschichte zu erzählen hat.

Wanderweg Etappe 13: Millstätter Alpe – Döbriach (ca. 7:30 h)

Diese Wanderroute steht im Zeichen der Liebe. Von der Alexanderhütte aus geht es den Weg der Liebe „Sentiero dell’Amore“ entlang. Das Thema begleitet Sie mit Zitaten, Gedichten und Aphorismen bis zur Millstätter Alpe. Unterwegs kommen Sie am Granattor vorbei, einem Denkmal zu Ehren des „Feuersteins der Liebe“. Das mächtige Portal erzählt die Geschichte des roten Granatgesteins, das in dieser Gegend die größten Vorkommnisse in den Alpen aufweist.

Auf dem Wanderweg nach Döbriach kommen Sie auch am Wallfahrtsort St. Maria zu Matzelsdorf und am Jungfernsprung vorbei. Der Jungfernsprung ist ein sagenumwobener Fels bei Döbriach und ein beliebter Treffpunkt für Kletterer, die oft vom Wasser aus ihre Route steigen.

Wanderweg Etappe 17: Bad Kleinkirchheim – Arriach (ca. 7:00 h)

Von Bad Kleinkirchheim aus starten Sie auf dem Wanderweg Richtung Bergstation Kaiserburg. Hier erwartet Sie ein herrlicher Ausblick von der Sonnenterrasse auf das umliegende Bergpanorama. Über den Doppelgipfel des Wöllaner Nocks geht es dann weiter zum geografischen Mittelpunkt Kärntens – wenn Sie möchten, knipst die Webcam dort sogar ein Foto von Ihnen. In der Nähe befindet sich auch ein eindrucksvolles Naturdenkmal: die Kandelaberfichte. Der 500 Jahre alte Baum mit sieben Wipfeln und einem Umfang von acht Metern strahlt Ruhe und eine gewisse Mystik aus. Danach geht die Wanderroute weiter nach Arriach, wo Sie die größte evangelische Kirche Kärntens besuchen können.

Kaiserburg Bad Kleinkirchheim © Kärnten Werbung, Franz Gerdl

Kaiserburg Bad Kleinkirchheim © Kärnten Werbung, Franz Gerdl

Wanderweg Etappe 20: Ossiach – Velden (ca. 6:00 h)

Diese Wanderroute führt Sie vom Ossiacher See einen schönen Schluchtweg entlang hinauf in den Wald. Ganz versteckt befindet sich hier der idyllische Tauernteich – ein Waldsee, an dem Sie die Stille der Natur genießen können. Nach einem leichten Abstieg sehen Sie die Ruine Hohenwart. Die ehemalige Burganlage gehört zu den interessantesten Ruinen Kärntens und ist auf jeden Fall eine Erkundungstour wert. Knapp vor dem Ende des Wanderwegs kommen Sie zum Saisser See, einem Moorsee inmitten des Naturschutzgebiets Jeserzer See.

Am Ende Ihrer Wandertour gelangen Sie in die kleine Stadt Velden, die sich zwischen klassischer Wörthersee-Architektur und Moderne bewegt. Dank ihres Casinoflairs erfreut sie sich großer Beliebtheit unter Touristen.

Wanderwege am Alpe-Adria-Trail: Rundwanderweg

Der Rundwanderweg des Alpe-Adria-Trails ist ideal, um so viel wie möglich von der Landschaft zu sehen, ohne den gesamten Trail zu bewandern. Auf sieben Etappen erleben Sie zahlreiche Highlights, die Ihren Wanderurlaub unvergesslich machen. Wer nicht so viel Zeit hat, kann sich hier natürlich einfach die besten Abschnitte aussuchen.

Rundwanderweg Etappe 1: Faaker See – Baumgartnerhöhe – Warmbad Villach (ca. 4:15 h)

Dieser Teil des Rundwanderwegs eignet sich perfekt für Genusswanderer. Er wurde mit der Schwierigkeitsstufe „leicht“ gekennzeichnet und verläuft die meiste Zeit fast ohne Steigung. Von der Baumgartnerhöhe aus genießt man die grandiose Aussicht auf den türkisblauen Faaker See, bevor es hinunter zur Burgruine Finkenstein geht. In der Burgarena finden im Sommer zahlreiche Kulturveranstaltungen statt.

Anschließend führt Sie der Rundwanderweg durch die Wiesen und Wälder des Finkensteiner Moors. Dieses Naturschutzgebiet ist für das ökologische Gleichgewicht des Faaker Sees verantwortlich. Dazu gehört auch die Dobrova, eine besonders zauberhafte Waldlandschaft. Vor einem leichten Aufstieg kommen Sie dann an der Kirche St. Stefan vorbei, einem gotischen Bau, der 1472 errichtet wurde. Entlang des Flusses Gail erreichen Sie letztendlich Warmbad Villach. Hier befindet sich die KärntenTherme – ein idealer Ort, um sich nach der langen Wanderung zu entspannen.

Rundwanderweg Etappe 2: Warmbad Villach – Nötsch (ca. 6:15 h)

Die Etappe Warmbad Villach – Nötsch ist zwar mit dem Schwierigkeitsgrad „mittel“ gekennzeichnet, weist aber nur sehr wenige Höhenunterschiede auf und ist somit bequem begehbar. Auf diesem Abschnitt des Rundwanderwegs gibt es einiges zu sehen: Sie wandern auf dem Römerpfad von Warmbad Villach aus ins Gailtal. Unterwegs sehen Sie historische Überbleibsel in Form von Wagengleisen und Trittstufen wie auch Hügelgräber aus der Hallstatt- und Keltenzeit.

Am Ende des Römerwegs kommen Sie zur Burgruine Federaun, einem Relikt aus dem 14. Jahrhundert. Der Wanderweg führt dann weiter zur Schütt, einem Ablagerungsgebiet des 2.166 m hohen Dobratsch. Der Berg und die umliegende Gegend wurden einst zum ersten Naturschutzpark in Kärnten ernannt. Hier leben unzählige seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Naturpark Dobratsch lässt sich auf einem separaten Rundwanderweg nach Herzenslust erkunden.

Rundwanderweg Etappe 3: Nötsch – Valbruna (ca. 7:30 h)

Dieser Wanderweg zeichnet sich durch eine traumhafte Bergkulisse aus, ist aber mit dem Schwierigkeitsgrad „schwer“ gekennzeichnet und daher nur für fortgeschrittene Wanderer geeignet. Von Kärnten aus überqueren Sie die Karnischen Alpen und kommen nach Italien. Am höchsten Punkt (1.750 m) entlang des Grenzkamms passieren Sie die Almkapelle Maria Schnee. Nach dem Abstieg ins Tal queren Sie eine Wasserscheide, an der sich die Gewässer, die Richtung Adria und Schwarzes Meer fließen, trennen. Kurz danach erreichen Sie das malerische Dörfchen Valbruna.

Rundwanderweg Etappe 4: Valbruna – Tarvis (ca. 7:00 h)

Die mittelschwere Wandertour führt von Valbruna über den Aussichtsberg und Wallfahrtsort Monte Lussari einen Pilgerweg entlang bis ins Tal. Hier erwartet Sie der Ort Tarvis, dessen spezielle Lage am Kreuzungspunkt zwischen Italien, Österreich und Slowenien für seine einzigartige Kultur verantwortlich ist.

Rundwanderweg Etappe 5: Tarvis – Rifugio Zacchi (ca. 7:00 h)

Die fünfte Etappe des Rundwanderwegs führt Sie zu Beginn durch den tausendjährigen Wald von Tarvis, an der Pfarrkirche San Nicolò vorbei und anschließend durch die faszinierende Gailitz-Schlucht. Vor dem Anstieg zum Rifugio Zacchi kommen Sie zu den Weißenfelser Seen, einem der eindrucksvollsten Plätze dieser Wanderregion. Eingebettet in einen dichten Wald liegen hier mehrere Gletscherseen, deren funkelnde Lichtspiele in der Sonne ein spektakuläres Naturschauspiel bieten.

Rundwanderweg Etappe 6: Rifugio Zacchi – Kranjska Gora (ca. 6:00 h)

Dieser Teil des Rundwanderwegs wird von der grandiosen Schönheit der Julischen Alpen gekennzeichnet. Über den Monte Svabezza gelangen Sie ins Sava-Tal. Wasserfälle, Seen, Torfmoore und Kieferwälder machen diese Wanderregion zu einem der Highlights entlang des Alpe-Adria-Trails. Besonders der See Zelenci ist interessant, da er der Lebensraum zahlreicher Tierarten und seltener Pflanzen ist. Am Ziel des Wanderwegs befindet sich der Wintersportort Kranjska Gora, der direkt am Eingang zum Nationalpark Triglav liegt.

Rundwanderweg Etappe 7: Kranjska Gora – Faaker See/Baumgartnerhöhe (ca. 8:00 h)

Die letzte Etappe des Alpe-Adria-Trail-Rundwanderwegs eignet sich wirklich nur für fitte und fortgeschrittene Wanderer. Der Weg führt über die wunderschöne Gebirgskette der Karawanken von Slowenien wieder zurück nach Österreich. Die Anstrengung wird mit grandiosen Ausblicken über die Bergwelt und Naturlandschaft belohnt. Über den Grenzpfad kommen Sie wieder ins Tal zu Ihrem Ausgangspunkt am Faaker See zurück.

Erkunden Sie die schönsten Wanderwege entlang des Alpe-Adria-Trails und erleben Sie diese einzigartige Naturlandschaft hautnah. Für Fragen zur Wanderregion Kärnten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontakt.