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Etappe 28: Cividale, wir kommen!

Was für ein Gefühl! Die Wäsche ist frisch gewaschen im Rucksack verstaut und das Gewand am Körper duftet nach Blumenwiese. So ein Start in den Tag ist Gold wert. Unterwegs lernt man die die Dinge, die im Alltag selbstverständlich sind, wirklich zu schätzen.

Die Etappe führt wieder ein großes Stück durch den Wald. Durch den Schatten der Bäume ist das eine sehr bequeme Art des Wanderns und der weiche Boden tut sein Übriges dazu. Die Kirche Sankt Nikolai ist unser erster Meilenstein des heutigen Tages. Wir erreichen Sie um Mittag herum und machen eine kurze Pause. Fast wäre ich auf der kleinen Mauer eingeschlafen. Die Sonne wirft den Schatten der Bäume auf den kleinen Platz und ein leichtes Lüftchen weht mir um die Ohren. Herrlich. So muss wandern.

Wenn dem Hund die Augen zufallen

Pixi ist sowieso in der Minute eingeschlafen. Mittlerweile weiß sie, dass sie jede Möglichkeit zum Schlafen nutzen sollte. Recht lustig, wenn man sie beim Einschlafen beobachtet. Ganz langsam fallen die Augen zu, dann bewegt sich der Kopf Richtung Boden und schlussendlich kippt der ganze Hund zur Seite um. Und das alles passiert innerhalb von eineinhalb Minuten.

Auf die Umgebung achten

Ich finde es immer wieder spannend, wenn an Gipfeln oder tollen Aussichtspunkten Plakate oder Fernrohre stehen, die einem die Umgebung erklären. Da sich die Perspektive laufend verändert, ist die Zuordnung manchmal nicht ganz so einfach. Deshalb empfinde ich es als Bereicherung, wenn man diese Informationen zur Verfügung gestellt bekommt. So weiß man dann auch, wo sich der Glockner, die Nockberge, die Karawanen und Julische Alpen wirklich befinden. Auch am Weg nach Cividale finden wir eine beschrifte Scheibe, die uns in 360-Grad-Darstellung die Umgebung ein bisschen besser verstehen lässt. So können wir den Kolovrat, den Grenzberg von gestern, tatsächlich identifizieren. Naja, das sind die kleinen Freuden des Wanderers ;-)

Mein Tipp:
Unbedingt eine Augumented-Reality-App installieren, die die Umgebung erkennt und die Namen der Gipfel rundherum am Bildschirm des Handys anzeigt.

Manchmal braucht man mehr Zeit. Manchmal auch einen zweiten Besuch.

Mein Tour wurde sehr gut geplant. Ich habe jede Unterkunft bis zur letzten Etappe im Voraus gebucht. Das bedeutet auch, dass ich mich an den Plan halte und jeden Tag eine Etappe absolviere. Ich sehe so oft Gegenden oder komme durch Ortschaften, die mich faszinieren und wo ich gerne länger bleiben würde. Ein Beispiel dafür ist sicher Castelmonte. Eine Wahlfahrtskirche, die sich größter Beliebtheit erfreut und die bestimmt mehr als sehenswert ist. Leider bin ich so spät dran, dass ich es zeitlich nicht mehr schaffe sie zu besichtigen. Aber sie steht wie viele wundervolle Orte dieses Trails auf meiner Bucket-List. So habe ich wenigstens einen Grund, wieder an diesen Ort zurückzukehren und mit jemandem diese Erfahrung zu teilen. Vielleicht mit Freunden oder der Familie.

Mein Tipp:
Starten Sie die Etappe möglichst früh, dann lässt sich ein Besuch in der Wallfahrtskirche Castelmonte leicht realisieren.

Cividale – mein Lieblingsort bis heute.

Als wir die Stadt durch ein großes Tor betreten, ist es um mich schon geschehen. Ich liebe diese Stadt. Die Brücke, die zum Stadtkern führt, der große Platz, der viele Restaurants und Cafés beheimatet. Die kleinen Gassen, die freundlichen Leute, der Wein, die Pizza und das Eis.

Mein Tipp:
Sollten Sie einen Ruhetag brauchen, planen Sie diesen unbedingt in Cividale ein. Das Städtchen hat Charm und alles was Sie für einen wundervollen Tag brauchen. Gutes Essen, gutes Wetter und unglaublich viele tolle Fotomotive.

Hierher kehre ich mich Sicherheit zurück!