« Zurück zum Blog

Etappe 1 – Jetzt geht’s wirklich los!

Als ich heute auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe (2.369m) angekommen bin, hab ich mir noch im Souvenierladen die Zeit vertrieben, da das Besucherzentrum erst um 10:00 Uhr öffnet.

Genau in dem Moment als ich das Geschäft wieder verlassen wollte, hat sich ein Mann an der Kassa am Finger verletzt. Und Sie wissen ja, was Männer in einer solchen Situation machen – genau, sie leiden ;-) Großzügig habe ich ihm ein Pflaster aus meiner Reiseapotheke angeboten, selbst mehr als nur stolz so gut vorbereitet zu sein.

Übrigens: Man kann im Moment im Besucherzentrum neben der Ausstellung „Faszination Eis & Gletscher“, dem Erlebnispfad „Fels und Eis“ sowie der höchsten Automobilausstellung der Welt eine Kunstausstellung ALPENLIEBE auf 2.369 Metern, mit Blick auf den Großglockner erleben.

IMG_4333

 

Gute Ausrüstung.

Aber zurück zum Thema. Heute hat es sich wirklich ausgezahlt, dass ich als Wandereinsteiger ausführlich recherchiert und auf Basis dessen meine Ausrüstung zusammengestellt habe. Wichtigstes Utensil für heute: Die Stöcke. Am besten mit Gummiaufsatz, weil der erste Teil der Strecke sehr steil und felsig ist und man so die Knie etwas entlasten kann. Es war anfangs ein wenig eigenartig damit zu gehen, aber man hat dann ja einige Kilometer Zeit, den richtigen Dreh rauszubekommen. Hat wahrscheinlich für erfahrene Berggeher sehr unbeholfen ausgesehen.

Mehr als dankbar war ich für die Beratung, die ich beim Kauf meiner Schuhe bekommen haben. Denn gerade bei Etappen, die über einen sehr langen Zeitraum steil bergab gehen, ist es von Vorteil, wenn die Schuhe etwas größer sind. Damit die Zehen vorne nicht anstoßen. Dies kann man leicht überprüfen, indem man sich so steil wie möglich hinstellt (siehe Foto in der Übersicht). Also unbedingt vorher testen!

Was ich für die nächsten Etappen mitnehme: Immer vorher schauen, ob es am Weg eine Einkehrmöglichkeit gibt, sonst unbedingt zur Sicherheit eine Jause mitnehmen. Ich musste heute aus der Not auf ein Päckchen Manner Schnitten zurückgreifen – naja, vielleicht war‘s gar nicht so aus der Not.

Morgen werde ich mit Sicherheit einen guten Muskelkater in den Oberschenkeln haben und freue mich, dass ich die Worte meines ehemaligen Sportlehrers umsetzen kann: Einen Muskelkater bekämpft man am besten mit Bewegung.

Mein Tipp: Wer die Möglichkeit auf einen Saunagang nach der jeweiligen Etappe hat, sollte dies unbedingt nutzen.

Also auf zur zweiten Etappe!


Ich werde am Ende einer jeden Etappe kurz auflisten, was ich an Ausrüstung benötigt habe, damit man sich ein bisschen daran orientieren kann, denn die Etappen sind dann doch ganz unterschiedlich:

-) Leichte Daunenjacke (ganz oben war ich sehr dankbar dafür)
-) Windjacke (perfekt über einem T-Shirt)
-) Lange Wanderhose (kann man ab der Hälfte dann gegen eine kurze tauschen)
-) Sonnenschutz
-) Schildkappe
-) Wanderschuhe, die über den Knöchel gehen (Kategorie B)